Preisträger German Awards for Excellence 2017

German Awards for Excellence 2017

Im Rahmen der DQS-Nachhaltigkeitskonferenz am 17. Mai 2017 hat die DQS unter dem Namen „German Awards for Excellence“ zwölf Unternehmen mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Um eine objektive Beurteilung zu gewährleisten, wurden die Bewerbungen von unabhängigen Nachhaltigkeitsexperten bewertet. Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich (Cologne Business School), Dr. Peter Burauel (Forschungszentrum Jülich), Dr. Alexandra Hildebrandt (Nachhaltigkeitsexpertin), Patrick Bungard (Cologne Business School), Prof. Dr. Jantje Halberstadt (Leuphana Universität Lüneburg) und Dr. Sied Sadek (DQS CFS GmbH) bildeten gemeinsam das Jurorenteam.

Insgesamt wurden 168 Bewerbungen eingereicht, die die Juroren vor die herausfordernde Aufgabe stellten, die unterschiedlichen Organisationen je Kategorie zu bewerten.

Eine Ausnahme bildete die Kategorie „Audience Award: Sustainability Short Film“, welcher in diesem Jahr erstmals als Publikumspreis vergeben wurde. Hierbei stimmten die Teilnehmer der Konferenz am 17. Mai vor Ort durch ein Live-Votum per Smartphone über den Gewinner mit dem besten Nachhaltigkeitskurzfilm ab.

  • Sustainable Leadership:  Döhler GmbH

Die Döhler GmbH wird ausgezeichnet für die Art und Weise wie das Thema Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie und -kultur ganzheitlich integriert ist. Im Rahmen einer globalen CSR-Strategie hat die Döhler GmbH ambitionierte Ziele für das Jahr 2020 gesetzt und die Handlungsschwerpunkte an einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse ausgerichtet. Besonders hervorhebenswert ist das Döhler Agro-Sustainability Programm, welches auf der Ebene der Landwirte zu einer langfristigen, lokal verankerten und verantwortungsvollen Wertschöpfung führt.

  • ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG

ALDI SÜD hat sich zum Ziel gesetzt, Kunden nicht zwischen „nachhaltigen“ und „konventionellen“ Produkten entscheiden zu lassen, sondern das gesamte Sortiment nachhaltig zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Unternehmen CR-Anforderungen für unterschiedliche Warengruppen definiert und diese Anforderungen in den Verträgen mit Lieferanten und die Einkaufsprozesse eingebunden. Zudem hat ALDI SÜD eine Bewertung der CR-Performance eingeführt, dessen Ergebnisse direkten Einfluss auf das Geschäftsvolumen mit ALDI haben.

  • Carbon Footprint: Diebold Nixdorf AG

Wer es mit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen ernst meint, kann sich nicht auf diejenigen Emissionen beschränken, die unmittelbar mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängen, sondern muss auch die Emissionen die bei der Verwendung und Entsorgung von den hergestellten Produkten berücksichtigen. Anhand einer Lebenszyklusanalyse bilanziert die Diebold Nixdorf AG den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte über den gesamten Lebenszyklus hinweg und ist somit in der Lage, Einsparpotentiale zu ermitteln und die Ressourceneffizienz signifikant zu erhöhen.

  • Energy Efficiency: DMK Deutsches Milchkontor GmbH

Um Umweltauswirkungen zu minimieren, wendet die DMK Deutsches Milchkontor GmbH den sogenannten Produktintegrierten Umweltschutz (PIUS) an, welcher es ermöglicht, Umweltbelastungen vorsorgend bereits an der Quelle zu vermeiden und über Produktionsprozesse hinweg zu reduzieren. Dass die Technik funktioniert, zeigte sich eindrucksvoll am Standort Altentreptow, wo im Rahmen von PIUS ein System installiert wurde, das durch Wärmerückgewinnungsverfahren jährlich bis zu 25.000 Megawattstunden Primärenergie einspart.

  • Social Engagement (international): Symrise AG

Das Beschaffungsmodell der Symrise AG setzt auf eine kontinuierliche, enge Kooperation mit lokalen Partnern und Gemeinschaften. Der nachhaltige Anbau von Vanille in Madagaskar gilt hierfür als Paradebeispiel: Um die Zusammenarbeit mit 7.000 Farmern in rund 90 Dörfern langfristig zu sichern und zur nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen, investiert Symrise in lokale Bildungs- und Umweltschutzmaßnahmen sowie auch Infrastruktur. Zudem hat Symrise gemeinsam mit Unilever und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeitet (GIZ) eine Partnerschaft initiiert, um die Lebensgrundlage der Vanillebauern und deren Kinder auf Madagaskar zu verbessern.

  • Social Engagement (national): Franz Haniel & Cie. GmbH

Trotz internationaler Ausrichtung hat die Franz Haniel & Cie. GmbH nie den Blick für das Naheliegende verloren: die Stadt Duisburg und das Ruhrgebiet. Hier fordert die Holding nicht nur die lokale Bildung, Wirtschaft und Kultur, sondern setzt sich auch aktiv für mehr Innovation und Gründergeist in Nordrhein-Westfalen ein: Mit dem Social Impact Lab Duisburg, welches von Haniel mitgetragen wird, wurde in Ruhrort das erste Zentrum für soziale Innovation und Entrepreneurship in der Region eröffnet. Mit dem Social Impact Lab möchte Haniel gemeinsam mit den Partnern die bisher unzureichenden Bedingungen für die Gründung von Sozialunternehmen verbessern.

  • Environmental Responsibility: Lufthansa Cargo AG

Mit 8,4 Mrd. verkauften Frachttonnenkilometern im Jahr 2016 gehört das Thema Flugeffizienz zu den wesentlichen Umweltaspekten der Lufthansa Cargo AG. Um die Treibstoffeffizienz zu erhöhen und die CO2-Emissionen zu verringern, hat Lufthansa Cargo ein Analysetool eingeführt, welches reale Flugdaten zum Treibstoffverbrauch sammelt und auswertet. Aus der Datenmasse, die so entsteht, werden wirkungsvolle Maßnahmen zur Effizienzsteigerung abgeleitet, deren Ausmaß im ersten Jahr bereits bei über 10.000 Tonnen CO2 liegt. Somit leistet das Vorzeigeprojekt OMEGA einen wesentlichen Beitrag dazu, die CO2-Emissionen bis 2020 um 25 % auf Basis von 2005 zu senken.

  • Water Fooprint: Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH

Coca-Cola hat sich zum Ziel gesetzt, das wassereffizienteste Unternehmen der Erfrischungsgetränkeindustrie zu sein. Die Strategie, womit Coca-Cola die Jury überzeugen konnte, beruht auf vier Säulen: Wasser schützen, Wasser aufbereiten, den Wasserverbrauch reduzieren und Wasser schaffen. In jeder der vier Säulen konnte das Unternehmen wirksame Maßnahmen vorzeigen, die zu einem verantwortungsbewussten Wassermanagement beitragen. Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass Coca-Cola als erstes der Forbes-500-Unternehmen eine ausgeglichene Wasserbilanz vorweisen kann.

  • Fair Business: GLS Gemeinschaftsbank eG

Die GLS Bank versteht sich als sozial-ökologische Bank, die sich für ein faires und transparentes Finanzsystem einsetzt. Die Jury überzeugte insbesondere die systematische Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Kreditvergabe. So wird sichergestellt, dass die Bank ausschließlich in sinnstiftende Unternehmen und Projekte investiert. Außerdem bietet die GLS Bank Kunden vollste Transparenz: Alle unterstützen Projekte und Unternehmen werden offengelegt. So haben Kunden die Möglichkeit zu überprüfen, ob die Bank ihrem Werteverständnis entspricht und lebt.

  • Life Cycle Assessment: Evonik Industries AG

Die Evonik Industries AG verfügt über langjährige Erfahrung mit Ökobilanzen und hat im Rahmen seiner strukturierten Nachhaltigkeitsanalyse der Geschäfte bereits rund 70 Prozent des Außenumsatzes seiner drei Chemiesegmente anhand von Ökobilanzen ausgewertet. Um das Bewusstsein für den Nutzen von Ökobilanzen zu fördern, hat Evonik gemeinsam mit der Quantis GmbH & Co. KG ein Lernspiel ausgearbeitet, welches auf zugängliche Weise die wesentlichen Bausteine eines Lebenszyklus demonstriert. Das Brettspiel ermöglicht einen dynamischen Dialog und regt an, eingehend über das Thema Nachhaltigkeit nachzudenken.

  • Sustainability Innovation: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

In Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg und mit Förderung des EU-Programm Low Carbon City Lab hat Telefónica Deutschland eine innovative Methode zur Optimierung der Verkehrsströme entwickelt. Mithilfe von anonymisierten Mobilfunkdaten werden aus Bewegungsflüssen Verkehrsströme und die damit verbundene Schadstoffbelastung abgeleitet. Die Erkenntnisse, die mit dieser Methode gewonnen werden, helfen Städten dabei, den Verkehr besser zu lenken, die Effizienz zu erhöhen und gezieltere Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung zu treffen.

  • Awareness Film: Symrise AG

Eine Ausnahme bildete die Kategorie „Audience Award: Sustainability Short Film“, welcher in diesem Jahr erstmals als Publikumspreis vergeben wurde. Hierbei stimmten die Teilnehmer der Konferenz am 17. Mai vor Ort durch ein Live-Votum per Smartphone über den Gewinner mit dem besten Nachhaltigkeitskurzfilm ab. Der Kurzfilm der Symrise AG zum Thema der nachhaltigen Anbau von Vanille in Madagaskar konnte 52% der Teilnehmer überzeugen.